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ZEHN METER DUNKEL

Zwischen Laternenlicht und Schatten liegt oft nur ein kurzer Abschnitt, wenige Schritte, in denen Orientierung noch möglich scheint und zugleich zu kippen droht. ZEHN METER DUNKEL setzt dort an, wo Distanz zu einer Wahrnehmungsspanne wird, nah genug, um Strukturen zu erkennen, weit genug, damit Details, Gesichter und Absichten in Unschärfe geraten.

Die Arbeiten an urbanen Orten – Lärmschutzwall, Kesselbrink, Unterführung – untersuchen, wie Sichtbarkeit, Geometrie und soziale Präsenz bestimmen, wann ein Raum lesbar bleibt und wann er kippt. Eine Wandinstallation weitet diesen Blick über den Raum hinaus: Ein Bondrucker gibt fortlaufend Schlagzeilen auf Endlospapier aus, das sich am Boden aufschichtet – die mediale Taktung von Gewalt und Bedrohung als physisch erfahrbare Spur.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Arbeiten, die diesen Zustand als Frage von Lesbarkeit und Blick erfahrbar machen, als Fotografie, als Bewegtbild und als installative Setzung, die Verhalten, Sichtbarkeit und soziale Räume hinterfragen.

Atlas der Unsicherheit, Rechteck
Atlas der Unsicherheit, Sicherheitskamera
Atlas der Unsicherheit, Lärmschutzwallschleuse
Atlas der Unsicherheit, E-Roller
Atlas der Unsicherheit, Grünstreifen
Atlas der Unsicherheit, Parkhauspfeiler
Atlas der Unsicherheit, Wegkreuzung

Ausstellungsansicht, Januar 2026
Aufnahmen & Schnitt: Kim Groche